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Studie zu Equigard®

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie an der Universität Kopenhagen (Leitung: Christine Brøkner) wurde eine Ration aus Heu und Equigard im Vergleich zu drei anderen Futterkombinationen getestet. Unter anderem wurde der Einfluss der Fütterung auf das Darmmilieu, die Nahrungsverdaulichkeit und stoffliche Veränderungen im Blut analysiert.

Aus solchen Untersuchungen kann man auch abschätzen, inwieweit die Futterrationen bei Risikopferden eine Störung der Darmflora (Dysbiose) oder die Entwicklung einer Insulinresistenz begünstigen. Ein Teil der Ergebnisse ist inzwischen ausgewertet und veröffentlicht.

Was wurde untersucht?

Bedarfsgerechte Tagesrationen der vier unterschiedlichen Testfuttersets wurden parallel für vier Wochen verfüttert. Jede Tagesration wurde in drei Einzelmahlzeiten aufgeteilt. Für jeden Versuchsansatz dienten vier trainierte norwegische Kaltblut-Traberwallache als Testpferde (weitere Details siehe Brøkner 2011).

Die Testpferde waren gesund und wiesen keine Kennzeichen für eine Verdauungs- oder Stoffwechselanomalie auf.

Vier Testfutterkombinationen, Fütterungsdauer je vier Wochen (Tagesmengen)

Erste Futterkombination: 4,2 kg Equigard, 6,5kg Wiesenlieschheu

Zweite Futterkombination: 11,4 kg Wiesenlieschheu

Dritte Futterkombination:
2,6 kg Hafer, 0,9 kg Zuckerrübenschnitzel, 6,5 kg Wiesenlieschheu

Vierte Futterkombination: 2,0 kg Gerste (unbehandelt) 0,9 kg Zuckerrübenschnitzel,
6,5 kg Wiesenlieschheu

Während Equigard bereits alle wichtigen Mineralien, Vitamine und sonstigen Vitalstoffe enthält, wurden die anderen Testfutterkombinationen zusätzlich mit einem Mineralfutter ergänzt.

Am Ende jeder vierwöchigen Fütterungsperiode wurden im Blinddarm das jeweilige Säure-Basenverhältnis (pH-Wert), und die Verdaulichkeit verschiedener Faserfraktionen bestimmt (siehe Abb. 1 und 2).

Equigard-Studie-Abb-1Abb. 1: pH-Messung über einen Zugang zum Inhalt des Blinddarms   Equigard-Studie-Abb-2Abb. 2: Spezialgeschirr zum Auffangen der Ausscheidungen für Verdaulichkeitsbestimmungen

Bisherige Studienergebnisse (Brøkner 2011)

pH-Messung: Am Ende des Fütterungszeitraums wurde jeweils im Anschluss an die Morgenfütterung über neun Stunden der pH-Wert des Blinddarminhalts bestimmt. Es zeigte sich, dass nach Fütterung mit Equigard/Heu die pH-Werte am wenigsten abfielen (s. Abb.3). Sie blieben sogar etwas höher als bei reiner Heufütterung. Die relativ hohen pH-Werte besagen, dass mit Equigard/Heu die unerwünschte Säurebildung im Blinddarm am geringsten war. Die Rationen aus Getreide/ Zuckerrübenschnitzel/ Heu bewirkten dagegen erwartungsgemäß die stärkste Blinddarmsäuerung (s. Abb.3). Vermutlich wegen der geringen Anzahl an Testpferden, der moderaten Getreiderationen und der Heuzufütterung in allen Testgruppen sind die Ergebnisunterschiede zwar aussagekräftig aber nicht durchgängig statistisch gesichert.

ph Wert-DiagrammAbb. 3: pH-Messwerte nach der Morgenfütterung.
Nach Equigard-Heu-Fütterung waren die pH-Werte am wenigsten abgesunken.

Es ist hervorzuheben, dass die Equigard/Heu-Fütterung für den kritischen Zeitraum bis acht Stunden nach der Fütterung immer die physiologisch günstigsten pH-Werte erzielte (s. Abb.3). Dieser Befund spricht dafür, dass für die Equigard/Heu-Fütterung eine Störung der physiologischen Darmflora und eine Blinddarmübersäuerung mit der größten Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Diese Annahme wird durch die weiteren Studienergebnisse bekräftigt.

Faserverdaulichkeit: Unter Equigard/Heu-Gabe wurde im Vergleich aller getesteten Futtersets durchwegs die beste Verdaulichkeit der Pflanzenfasern gemessen (s. Abb. 4). Dies setzt eine verdauungsaktive stabile Darmflora voraus, die sich mit dieser Ernährung offensichtlich am besten entwickeln konnte.

Equigard-Verdaulichkeit-Abb-4Abb. 4: Verdaulichkeit von Inhaltsstoffen der Pflanzenfasern in Prozent des Futtergehalts. Beste Verdaulichkeitswerte für Equigard-Heu.

Freisetzung von kurzkettigen Fettsäuren: Futterbestandteile, die im Dünndarm nicht verdaut und ins Blut aufgenommen werden, wandern weiter zum Dickdarm, wo sie für die mikrobielle Darmflora und damit auch für das Pferd verwertbar werden. Typische Nährstoffe die ausschließlich über die Darmflora verdaut werden, sind die Faserstoffe. Die Darmbakterien wiederum liefern dem Organismus des Pferdes kurzkettige Fettsäuren (=KKF). Die KKF sind eine biologisch wertvolle Energiequelle, da sie im Gegensatz zu Stärke und Zucker die Insulinfunktion nicht belasten und die Stabilität der Darmflora nicht gefährden. Sie sind besonders als „Dauertreibstoff“ für grundlegende Lebensfunktionen wie die Herzarbeit geeignet, da sie rund um die Uhr mehr oder weniger kontinuierlich zur Verfügung stehen.

In der Kopenhagener Studie zeigte sich, dass bei den getreidehaltigen Rationen das Niveau an KKF im Blinddarm vor dem jeweiligen Fütterungszeitpunkt relativ stark abgesunken war. Drei Stunden nach der Fütterung kam es dagegen vorübergehend zu einem stärkeren Anstieg der KKF, wobei die Propionsäure einen erheblichen Anteil einnimmt. Bei reiner Heufütterung verblieben die KKF-Spiegel dagegen weitgehend auf dem relativ niedrigen Ausgangsniveau, das eine begrenzte Energieversorgung ermöglicht (s. Abb 5).

Equigard-Fettsaeure-Abb-5

Abb. 5: Gehalt an kurzkettigen Fettsäuren (KKF) im Speisebrei des Blinddarms. Unterschiede nach Fütterung mit den vier unterschiedlichen Testrationen. Die Fütterung mit Equigard und Heu ergibt jeweils mittlere KKF-Gehalte. Der KKF-Anstieg der beiden getreidehaltigen Rationen nach 3 Std. ist statistisch gesichert.

Was fiel in der Equigard-Heu-Gruppe auf?

Die KKF-Werte in der Equigard-Heu-Gruppe waren schon vor der Morgenfütterung auf einem guten mittleren Niveau, das bis drei Stunden nach der Futteraufnahme geringfügig anstieg, um danach nur mäßig abzusinken (s. Abb.5). Die Futterkombination mit Equigard/Heu gewährleistet demnach am besten eine ausreichende und relativ konstante Energieversorgung über KKF. Dafür dürfte unter anderem die vielseitige und ausgewogene Zusammensetzung von Equigard verantwortlich sein. Im Übrigen bestätigt die günstige KKF-Dynamik wiederum, dass mit Equigard-Heu-Fütterung die physiologische Darmflora in besonders guter Verfassung ist.

Blutzucker und Harnstoff

Zum unvermeidlichen Blutzucker- und Insulinanstieg kurz nach der Getreidefütterung liegt im Rahmen der Kopenhagener Studie noch keine Auswertung vor. Neun Stunden nach der Fütterung waren jedoch die Blutzuckerwerte bei den Pferden, die getreidehaltige Rationen erhielten, gegenüber dem Ausgangswert mäßig erhöht (s. Abb.6). Dies ist vermutlich eine Folge der zuvor erwähnten verstärkten Propionsäurebildung im Blinddarm. Die Propionsäure kann nämlich in der Leber zu Glucose umgewandelt werden - ein Vorgang, der als verzögerter Blutzuckeranstieg zu Buche schlägt. Bei gesunden Sportpferden, wie sie in der Studie verwendet wurden, ist dies sicher kein Problem. Bei Pferden mit Insulinresistenz allerdings kann sich dadurch die bereits vorhandene Hyperinsulinämie noch verstärken – ein unerwünschter Effekt, der mit Equigard- und Heufütterung vermieden wird.

Equigard-Blutzucker-Abb-6Abb. 6: Veränderung der Blutzuckergehalte vor (0) und neun Stunden (9h) nach der Morgenfütterung. Nur bei den beiden Rationen mit Getreide-Zuckerrübenschnitzel (Z)- Heu steigt die Blutglucose an (statistisch gesichert).

Nach Equigard/Heu-Rationen wurden im Übrigen die niedrigsten Harnstoffwerte gemessen. Die mit Harnstoff verbundene unnötige Zusatzbelastung für Leber und Nieren dürfte für diese Fütterung also unproblematisch sein.

Ist Equigard zur Rehevorbeugung geeignet?

Die Ergebnisse der Kopenhagener Studie haben bestätigt, dass mit einer Kombination aus Heu als Grundfutter und Equigard als Ergänzungsfutter die Gefahr für eine reheträchtige Blinddarm-Dysbiose weitestgehend auszuschließen ist. Außerdem ist bei dieser Futter-Kombination aufgrund der sehr niedrigen Stärke-Zuckergehalte auch ein durchgehend moderates Blutzuckerniveau zu erwarten. Deshalb eignet sie sich zusätzlich zur Begrenzung einer Insulinresistenz/Hyperinsulinämie bei EMS oder Cushing-Syndrom (ECS).

Equigard kann damit als sicheres Ergänzungsfutter für alle Pferde eingestuft werden, die ein erhöhtes Risiko für eine Fütterungsrehe tragen.

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